Montag, 23. Mai 2016

Museum «Kunst + Wissen» Diessenhofen *** Buchvorstellung "Rotfarb und Zeugdruck" (Das rote Tuch)



Das rote Tuch

Christine Kolitzus-Hanhart / Fritz Franz Vogel

An mehreren Orten der Ostschweiz gibt es gemäss Telefonbuch im Umkreis von 70 Kilometern zu Diessenhofen noch heute Strassennamen, die auf eine Rotfärberei hindeuten: 9213 Hauptwil, 8730 Uznach, 8413 Neftenbach, 9055 Bühler, 8594 Güttingen. Daneben gibt es Orte, die noch keine topografische Erinnerung an diese wichtige Industriezeit errichtet haben, wie Aadorf oder Diessenhofen.


Im letztgenannten Ort gibt es ein kleines, sorgfältig eingerichtetes Museum, in dem Zeugen dieser frühen Druckindustrie versammelt sind: Werkzeuge, Model, bedruckte Stoffe und anderweitige Archivalien. Im Zuge der ehrenamtlichen Erfassung in den letzten Jahren kam ein Packen von über 1200 Zeichnungen zum Vorschein, dessen Herkunft unbekannt ist. Mit Spürsinn und detektivischem Geschick wurde in der Folge die Geschichte der Rotfärberei und des Zeugdrucks in Diessenhofen neu aufgerollt und das damals wichtige lokale Wirtschaften in einem Indizienprozess in unsere Tage verlängert. Globalisierung, so ist an der Recherche zu erkennen, ist kein neues Phänomen…

Wenn wir von Rotfärberei und Zeugdruckerei reden, so sind das grundsätzlich zwei verschiedene Berufsfelder. Nach der Herstellung von (Baumwoll)stoff als Meterware wurde das Tuch unter Verwendung von Krappwurzeln in einem mehrere Wochen dauernden Prozess rot eingefärbt. Die Färber verkauften dann das fertige Tuch an die Drucker, die mit ihren Ätz- und Druckverfahren teilweise die Farbe wieder aus dem Tuch auslösten und die gebleichten Stellen mit andern Farben bedruckten. Dieser veredelte Stoff wurde zu Taschen-, Kopf- und Halstüchern konfektioniert und in alle Welt exportiert.

Die rot färbende Krappwurzel findet im 17. Jahrhundert aus dem vorderen Orient zwischen Griechenland und Türkei, dem damaligen Adrianopel, den Weg nach Südfrankreich. Dort wird das farbintensive Kraut angebaut und in die wasserreicheren, nördlich gelegenen Länder verkauft, um (Türkisch)rotfärbereien zu betreiben. Ein Epizentrum der frühen Textilindustrie etabliert sich in Mülhausen, wo verschiedene Wirtschaftsrouten (Nord<>Süd, Ost<>West) zusammenführen. Innerhalb weniger Jahre wachsen ländliche Dörfer zu Städten, Fabriken werden gebaut, Techniken verfeinert und Exportgebiete erschlossen. 

Die schweizerische Baumwollindustrie und deren vielfältige Handelsbeziehungen (z.B. Sulzer) sind darin mit Geld und Wissen verflochten. Um 1800 sind nicht nur die Rotfärbereien in Mülhausen eine Topadresse, sondern auch andere Färbe- und Druckbetriebe, so vor allem für Tapeten und Dekopapiere (z.B. in Rixheim).

Die Färbung von Textilien ist jedoch nach wie vor schwierig. Es hapert an gleichmässigem Farbauftrag, an der Qualität durchfärbender Pigmente, an geeigneten Motiven und an gleichbleibender Wassermenge für den Färbevorgang. Man sucht Standorte, an denen Ressourcen und handwerkliche Qualität stimmen. In der Schweiz gedeiht die Textilindustrie deshalb bereits früh (Glarnerland, Zürcher Oberland, Winterthur, St.Gallen…). An den heute mehr oder weniger bekannten Adressen der Rotfärberei (Islikon, Aadorf, Arbon und Diessenhofen) gab es dauerhaft Wasser, um dieses Gewerbe im 19. Jahrhundert zu intensivieren und darauf zu fokussieren.

Zwar sind die Geschichte und die Technik der Rotfärberei bezüglich der wirtschaftlichen Aspekte vor allem anhand der Sulzerschen Rotfarb in Aadorf gut aufgearbeitet und publiziert. Keine Forschung wurde jedoch bislang darüber betrieben, welche Motive auf diesen Tüchern verbreitet wurden und woher solcherlei Bildideen stammten, also die Ästhetik der Zeugdruckereien. Die Menge und die formale Bandbreite des vorliegenden Materials sind in Diessenhofen beeindruckend, und vor allem einzigartig. Die relative Geschlossenheit der Stile lässt auf ein paar wenige Bildautoren schliessen.

Auch wenn die Zeichnungen als Gebrauchsgrafik nicht einer bestimmten Person zugeschrieben werden können – bislang konnten keine Verzeichnisse, Unterschriften oder anderweitige Nachweise auf den Entwürfen gefunden werden; in Handwerkerbetrieben werden Werkstücke bis heute ja kaum signiert – so steht der aus dem elsässischen Mülhausen nach Diessenhofen eingewanderte Dessinateur Friedrich Herrmann im Vordergrund. Herrmann, am 12.07.1791 geboren und in Mülhausen vermutlich in einer der Fabriken angelernt und mit dem entsprechenden Wissen gross geworden, ist 1833 in Schaffhausen als Einwohner verzeichnet, nachdem er etwa zwei Jahre zuvor die Direktion der Zeugdruckerei Seiller & Co übernommen hat. 

1835 kauft er in Diessenhofen einen von Heinrich Hanhart gegründeten Färbe- und Druckbetrieb. Als Zeichner und Drucker ist dies sein Metier; er glaubt an eine entsprechende Wertschöpfung, vor allem darum, weil er das Rottuch selber herstellen konnte. Mit gut 40, im Zenith seines handwerklichen Könnens, wird er selbständig, beginnt zu delegieren und wechselt das Lager vom Angestellten zum Arbeitgeber und Fabrikbesitzer. Sein Betrieb rentiert: Bereits 1837 arbeiten 110 Personen an 45 kleineren und mittleren Drucktischen, eine durchaus respektable Produktionsstätte.

Das bisher weder publizierte noch aufgearbeitete Konvolut an Zeichnungen auf krappgefärbtem Papier umfasst also Vorlagen für die Stoffdruckerei. Hunderte von Entwürfen, die zwischen 1810 und 1860 entstanden sein dürften, modulieren Streifen, Ecken, Fassungen und Füllungen. 

Ebenso finden sich komplexe Paisley-Muster, dessen Name auf die schottische Stadt zurückgeht, in der diese typischen Muster, sogenannte Indiennes, im Zuge der britischen Kolonialisierung Indiens produziert wurden. Weitere figurative Zeichnungen dokumentieren den Zeitgeist des Biedermeiers oder verweisen mit bekannten Persönlichkeiten auf bestimmte Absatzmärkte und Exportländer: Was gab es Schöneres, als in ein Tuch zu schnupfen, dessen Zentrum wichtige Persönlichkeiten zierten.

Interessant sind die stilistischen Besonderheiten, denn es ist offensichtlich ein Zusammenhang festzustellen von volkstümlichen Mustern, die um 1810 im Elsass hergestellt und die um 1840 in Diessenhofen gedruckt werden. Es sei dahingestellt, ob Herrmann die Zeichnungen oder wenigstens einen Teil davon aus Mülhausen mitnahm, ob er sie erst hier in Schaffhausen oder Diessenhofen anfertigte oder anfertigen liess oder ob er sie nach der Übernahme der Fabrikation in Diessenhofen allenfalls an seinem Herkunftsort als Altware zur Überarbeitung und (nochmaligen) Verbreitung aufkaufte. Dazu müssten Farb- und Papieranalysen eine Datierung vorgeben.

Eine solche Bestimmung ist insofern interessant um festzustellen, ob der Bildautor sozusagen im Prozess der Musterentwicklung selbst dabei war, also Teil der Findungen ist, oder ob er die elsässischen Muster rezykliert hat. Vieles spricht dafür, dass er zumindest Teil der «ästhetischen Mentalität» war, indem er die Entwicklung der Zeugdruckerei mit seiner Handschrift mitprägte.

Anhand der Zeichnungen lässt sich eine Art Entwicklung ablesen, oder zumindest die Zutaten, was Grundlagen sind und wie sich darauf Könnerschaft und Virtuosität aufbauen. Einfache Formen der Grafik – Punkt, Linie, Kreis, Quadrat, Rechteck, Dreieck, Ellipse – werden wie ein Alphabet geübt. Händische wie instrumentelle Technik wechseln sich dabei ab. Mehr als Bleistift, Lineal, Winkelmass und Zirkel braucht es an sich nicht, um die Grundlagen zu erlernen. 

Die Gebrauchsgrafik zeigt sich auch weiter in der genügsamen Farbverteilung: weiss oder schwarz auf rotem Grund. Keine Experimente, keine Farbstellungen. Wir können dem Zeichner sozusagen bei dessen Gestaltungsprozess zuschauen: beim Entwerfen, Verschieben, Festsetzen und Kombinieren von Elementen und Mustern. Alle Stufen der kreativen Arbeit sind vorhanden. Es ist ein dauerndes Ent- und Verwerfen, von der Skizze mit Fixpunkten bis zur austarierten, arbeitsintensiven Vorzeichnung, die den Eindruck des später zu druckenden Tuches an Intensität vorwegnimmt. 

Mit Leim wurde Papier angesetzt, mit Stecknadeln Transparentpapier fixiert. Mit Pergamin wurden einerseits die Rapporte gefertigt, anderseits die Muster von den gemalten Vorlagen weggenommen und auf Model übertragen, indem die Zeichnung in ein filigranes System mit Metallbolzen umgesetzt wurde. Mit den (Zeichnungs- und Druck)farben Gelb, Weiss und Schwarz wurde ein hoher Kontrast erreicht und neue Raffinessen erkundet.

Wie eingangs erwähnt, gab es an mehreren Orten im Kanton Thurgau Rotfärbereien. Veredelnde Druckereien hingegen waren sicherlich kleiner an der Zahl, da Produktion und Absatz aufgrund veränderlicher Moden heikler waren. Die Kattundruckereien waren vor allem exportorientiert, so nach Fernost, Indien und in die Türkei. Die Thurgauer haben sie also nicht erfunden, die Rotfärberei und Zeugdruckerei, doch dank Perfektion und Qualität konnten sie sich sogar gegen die ausländischen Produktionsorte behaupten.


Buchverweis

Das 276-seitige Buch im Folioformat umfasst über 1000 Zeichnungen und deren Vermassung, einen Forschungsbericht zur vorliegenden Gebrauchsgrafik, eine aus verschiedenen Archiven eruierte Zeitlinie, Abbildungen aus der Geschichte der Rotfärberei und Kattundruckerei in und um Diessenhofen sowie Verweise in Stoffsammelalben aus dem späten 19. Jahrhundert, als die Rotfärberei und Druckereien zu existieren aufgehört hatten. 

Die Buchherausgabe wurde finanziell unterstützt durch die Stadt und die Bürgergemeinde Diessenhofen, sowie die TKB. Der Kanton Thurgau hat einen Druckkostenbeitrag von fünftausend Franken (!) abgelehnt, weil das Buch «nicht im Interesse der kantonalen Geschichtsforschung» sei und nicht den Anforderungen entspreche, «die wir an wissenschaftliche Publikationen stellen.» Bei 400 Arbeitsstunden allein für die Publikation eine wahrlich beschämende Haltung!

Nähere Informationen zum Buch unter ffvogel@mus.ch. Für Führungen im Museum Diessenhofen: Christine Kolitzus-Hanhart 052 657 25 71.


Autoren



Christine Kolitzus-Hanhart (geb. 1941 in Diessenhofen), 1957 Frauenfachschule und Modefachschule in Zürich.
Ab 1962 Arbeit als Dessinateurin von Stoffen und Tapeten in modegrafischen Ateliers in Deutschland,
ab 1997 drei Semester Kunstgeschichte an der Uni Zürich,
1999–2013 Mitarbeiterin in der Afrika-Abteilung am Völkerkundemuseum Zürich
(Inventarisierung, Präsentation),
2012–2014 Recherche und Neugestaltung der Ausstellung zur «Rotfärberei» im Ortsmuseum Diessenhofen. Sie lebt in CH–Diessenhofen.

Fritz Franz Vogel (geb. 1957 in Luzern). Dr. phil. Er arbeitet als Kulturwissenschaftler und Fotohistoriker, Herausgeber und Kurator seit 1992 produktiv, kooperativ und interdisziplinär in den Medien Text, Fotografie und Buch (Gestaltung, Druckvorstufe und Herausgeberschaft). Forschungen, Lehrtätigkeit, Publikationen und Ausstellungen in den Bereichen inszenierte und dokumentarische Fotografie, populäres und freies Theater, Bildwissenschaft, Exponatik, Alphabete, Körperbilder und Erotica. Er lebt in CH–Diessenhofen.



Diessenhofen sieht Rot, wunderbar rot!

Hanna Zielmann

650 Stunden unentgeltlicher Arbeit haben die Textilkennerin Christine Kolitzus-Hanhart und der Kunsthistoriker Fritz Franz Vogel in ihr Buchprojekt über die Rotfärbe und Zeugdruckerei in Diessenhofen gesteckt. Ihr bibliophiles Ergebnis ist ein Farbrausch in Rottönen.

An der Buchvernissage vom letzten Freitag vor 60 Gästen legten die beiden Autoren in einem stimmigen Abend aus fröhlicher Wissenschaft und kriminellem Spürsinn dar, wie es zu diesem Buch kam: Dass Kolitzus bei der Neueinrichtung des Museums weit über 1000 verdreckte Zeichnungen fand, wie sich dank Archivalien in Frauenfeld, Diessenhofen, Arbon und Schaffhausen herauskristallisierte, dass ein gewisser Friedrich Herrmann (1791–1855) aus Mülhausen, der als Dessinateur in Schaffhausen seinen Direktionsposten in einem Färbebetrieb aufgab, 1835 einen Betrieb in Diessenhofen übernahm. 

Dank seines textilgrafischen Könnens beschäftigte der Fabrikbesitzer 1837 bereits über 100 Färber und Drucker, denn er wusste: Mit dem veredelten Zeugdruck liess sich weit mehr Rendite erwirtschaften statt mit blosser Färberei mit der Krappwurzel. Und er exportierte weit in den Orient, weil seine Textilwaren besser waren als die seiner Konkurrenz. Als er 1855 verstarb und sein Betrieb an Sohn und Schwiegersohn weitergereicht wurde und unter dem Namen «Gebr. Deutsch» 1867 an der Weltausstellung in Paris ausstellte, dort eine Medaille für exklusiv bedruckten Stoff holte, war das Gewerbe auf dem Höhepunkt.

Doch dann kam die Konkurrenz. Synthetische Farben, mechanische Fortschritte und veränderter Modegeschmack liessen den Absatz in den Keller rasseln. 1884 wird die Fabrik stillgelegt, nach einer langen Generation 1947 endgültig liquidiert, die Liegenschaft an die Stadt Diessenhofen verkauft. In Erinnerung an vergangene Industrietage wird 1961 im renovierten Gebäude eine Ausstellung zur Rotfärberei und Zeugdruckerei eingerichtet mit Fokus auf das alte Handwerk. Doch erst Kolitzus/Vogel untersuchen die Handschrift der verdreckten Zeichnungen und stellen den Wert der als Stopfmaterial gebrauchten Stoffreste sicher, denn sie enthalten die Copyright-Verweise der Produzenten. Im 272-seitigen, informativen Schaubuch sind über 800 Handzeichnungen abgebildet, von der einfachen Linie bis zum komplexen Eckmotiv für Muchoirs und Foulards. 

Man erkennt, welche Einflüsse – Stadt, Klassik, Biedermeier etc. – die Handschrift des Zeichners prägten, welche Techniken er anwandte, um blühende Blumenwiesen, mäandrierende Girlanden oder reinfarbige Palmetten und Paisleys zu entwerfen, Bordüren und Interieurs zu kombinieren, die dann von Modelstechern und Druckern präzis und in leuchtenden Farben umzusetzen waren. Der Zeichner hatte keine Arbeit gescheut, Hochleistung und Präzision für den Weltexport zu investieren: Da sah jemand vor allem Rot. Kolitzus/Vogel haben den Schatz gehoben und eine wunderbare Publikation gemacht, allen Umständen zum Trotz, denn der Kanton Thurgau verweigerte einen Druckkostenzuschuss mit der Begründung, dass eine solche wissenschaftliche Aufarbeitung «nicht im Interesse der kantonalen Geschichtsschreibung» sei!

Was im Buch ein Augenschmaus, was in der Ausstellung eine Exklusivität (die Textildesignerin Andrea Buck entwarf aufgrund der alten Muster neue Designs für ihre aktuelle Stoffmusterkollektion, die demnächst da und dort auf den Laufstegen der Mode zu sehen sein wird), so war die Buchvernissage selbst eine kleine Sensation. Denn Kolitzus/Vogel präsentierten nicht nur die Geschichte der Rotfärberei und des Zeugdrucks, sondern auch dessen Nachwehen und Projektionen. Sie zeigten auf, wie ein blühendes Geschäft wegen fehlender Innovation in den Konkurs geriet und wie in der Bevölkerung das Bedürfnis nach Erinnerung wuchs und wie die Musealisierung vorangetrieben wurde, wie aber auch alten Formen neues Leben eingehaucht werden kann.

Das Sensationellste bewahrten sich die beiden jedoch zum Dessert auf. Als die Thurgauer Firmen, so auch die Greutersche Rotfarb und Kattundruckerei in Islikon, bankrott gingen, hat ein gewiefter Heinrich Fügli 1892 zumindest zwei Stoffsammelalben zusammengestellt, um die Textilien der Nachwelt zu erhalten. 

Ein solches Album liegt seit Jahrzehnten in Islikon. Ein zweites tauchte nach einer bislang unbekannten, hundertjährigen Irrfahrt – 1895 ist es noch im Gewerbemuseum in Zürich verzeichnet – in einem Antiquariat in Hamburg auf, fand den Weg nach Fribourg und wurde dort von den Autoren aufgestöbert. Leider hat es die Gemeinnützige Gesellschaft Diessenhofen im letzten Dezember verpasst, die einmalige Chance zu packen und dieses Album, in dem auch Zeichnungsvorlagen aus dem Museum zur Musterherstellung dienten, zum Vorzugspreis zu kaufen und als Leihgabe dem Ortsmuseum in Diessenhofen zur permanenten Besichtigung zu stellen. 

Doch das Versagen wiegt nicht allzu schwer: Das historische Museum Frauenfeld hat auf Empfehlung der beiden Autoren das Sammelalbum in einer beherzten Aktion gekauft. So lagen für die Buchvernissage beide Exemplare, 124 Jahre nach deren Entstehung, auf einem goldigen Katafalk lieblich nebeneinander zum ästhetischen Vergleich vereint, bevor beide wieder in ihren musealen Depots verschwinden.

Auch das bibliophile Werk von Kolitzus/Vogel dürfte bald entrücken, denn ihre bis auf den heutigen Tag aktualisierte Recherche wurde nur in einer Kleinauflage hergestellt und ist wohl bald vergriffen…

Die Ausstellung samt Einblick in die beiden Stoffsammelalben ist bis ca. Mitte Mai auf Anfrage hin zugänglich (ffvogel@mus.ch, 044 780 07 51).